Demo Schöneberger Straße

UPDATE: Das Ermahnrad steht! An der Ecke Schöneberger/Ringbahnstraße soll es daran erinnern, daß hier seit 14 Jahren ein Radweg geplant ist, von dem aber auf der Straße noch nichts zu sehen ist. Hier noch ein paar Bilder unserer Aktion am 27.3.:

Jetzt reichts. Am Freitag, dem 27.3.2026 machen wir eine Demo für die seit 14 Jahren geplanten Radwege an der Schöneberger Straße. Bei der Laufdemo werden wir feierlich ein knallrot lackiertes „Ermahnrad“ die Strasse entlangtragen und schliesslich an seinem Bestimmungsort aufstellen. Letztes Jahr haben wir das schon in der Monumentenstraße gemacht.
Seid dabei und unterstützt uns! Wir starten um 17 Uhr am Berlinickeplatz und laufen dann über die Schöneberger Straße bis zur Ecke Ringbahnstraße.

„Auf der Schöneberger Straße mit dem Rad zu fahren ist lebensgefährlich“, hören wir immer wieder, „Von hinten drängeln die großen LKW und überholt wird viel zu eng. Dort muss endlich ein Radweg hin.“

Stimmt: Schon 2012 entschied der damalige Senator für Stadtentwicklung und spätere Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD), dort eine Radverkehrsanlage zu schaffen. Die Planungen wurden seitdem aber nur im Schneckentempo vorangebracht.
2020 gab es dort für kurze Zeit einen „Corona-Radweg“, der aber bald wieder abgebaut wurde.
Im Juli 2025 verkündete die Senatsverwaltung, daß alle technischen und finanziellen Probleme nun gelöst seien und es ab August 2025 zur Umsetzung komme. Auf der 12 Meter breiten Fahrbahn sollen in beiden Richtungen 2,10 Meter breite Radfahrstreifen markiert und mit Leitboys vom Autoverkehr getrennt werden. An der Kreuzung Alboinstraße soll die Mittelinsel angepasst werden. Auch für Fußgehende soll es mehr Platz geben, denn das Gehwegparken wird abgeordnet. Momentan bleibt neben den dort parkenden Autos oft zu wenig Platz für Kinderwagen oder Rollstühle.
Leider kam es 2025 noch nicht zu einem Baubeginn, so daß schon zugesagte finanzielle Mittel verfielen. Seitdem gehr es nicht voran. Die beteiligten Akteure Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, die Senatsverwaltung (SenMVKU Abt. VI) und der Projektsteuerer GB infraSignal GmbH befinden sich angeblich in internen Abstimmungen.